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Burg Posterstein

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Burg Posterstein Artikel

Burg Posterstein Beschreibung
Burg Posterstein Beschreibung
Burg Posterstein

Burg Posterstein ist eine Burganlage in Posterstein in dem Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Die Burg ist eine kleine Ministerialenburg aus dem späten 12. Jahrhundert, die in der Renaissancezeit überbaut wurde.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Herrschaft der Seanchaner. Das Rad der Zeit 25 Wow! Wow!!! Band 25 ist eins der besten Bücher von den letzten Bändern die erschienen sind. Tolle Handlung und vorallem kommt Mat wieder stärker in die Geschichte ein, eigentlich drehen sich 80 Prozent der Kapitel um ihn. Und wie jeder RDZ-Fan weiß, sind Kapitel um Mat sowieso meistens die besten der ganzen Saga. Nun aber kurz zu dem Inhalt:Min, Elayne...

Geschichte

Durch die Könige Konrad III. und Friedrich I. Barbarossa wurde der hochmittelalterliche Landesausbau östlich der Saale-Elbe-Linie in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhundert vorangetrieben. In dieser Zeit entstand eine Vielzahl von kleinen Herrschaften, die durch Ministerialen, teils unfreien Dienstmannen, besetzt wurden. 1143 wird in einer Urkunde Kaiser Konrads III. für das Benediktinerkloster Chemnitz zusammen mit anderen pleißenländischen Herrschaftsträgern ein Gerhardus de Nubudiz (Nöbdenitz) als Zeuge erwähnt, der in den folgenden Jahren noch mehrmals in den Urkunden erscheint. 1191 wird er in einer Urkunde des Naumburger Bischofs zusammen mit seiner Mutter Mechthild de Steinne (von Stein) genannt. Das Dorf Nöbdenitz liegt etwa zwei Kilometer von Posterstein entfernt. Von der älteren Forschungen wurde aufgrund dieser Nennung zumeist schon ein befestigter Herrschaftssitz des Ministerialen Gerhard in der Niederung bei Nöbdenitz angenommen, der wenige Jahre später zugunsten einer neu errichteten Höhenburg aufgegeben worden sein soll. Nach neueren archäologischen und historischen Forschungen dürften solche Niederungsburgen jedoch zumeist erst in dem 13. und 14. Jahrhundert entstanden sein, so daß die Burg Posterstein vermutlich der älteste Sitz der Familie ist.

Ab 1222 bezeichnen sich die Ministerialen ca. noch "de lapide" (von Stein). Aus dieser Zeit stammen die noch erhaltenen Ringmauern und der Bergfried. An der östlichen Seite wurde der Ringmauer später ein Zwinger vorgelagert.

Ende des 13. Jahrhundert gelang es den Vögten von Weida, die Lehnsherrschaft über Posterstein zu erlangen. Bei der Spaltung des reußischen Stammhauses 1305 in Reuß ältere Linie (Plauen) und Reuß jüngere Linie (Greiz) verblieb Posterstein unter der Herrschaft der jüngeren Linie. Die Reussen stellten sich damit dem Bestreben der wettinischen Markgrafen von Meißen entgegen, ihre Herrschaft in dem Pleißenland auszudehnen. Um dem Druck der Markgrafen etwas entgegenzusetzen, trugen die Vögte die Herrschaft Posterstein dem König von Böhmen als Lehen an. Markgraf Friedrich II. beschwerte sich daraufhin beim Kaiser. Die Lehnsherrschaft war bis in das 17. Jahrhundert strittig. In der Zeit nachdem Vogtländischen Krieg (1354-1359) geriet ein großer Teil der Postersteinischen Güter unter Meissner Herrschaft, während Posterstein selbst Vögtisches (Reußisches) Lehen blieb.

1442 kaufte Nickel Puster die Herrschaft Posterstein für 800 Schock Freiberger Münze (In der "Altenburgischen Kirchengalerie" wird die Familie "Puster zu dem Stein" als Herren von Posterstein bereits 1329 erwähnt, als Heinrich der Ältere, Vogt von Plauen, die Herrschaft Posterstein vom böhmischen König als Lehen erhält). Die Familie baute die Herrschaft durch umfangreiche Rodungen aus. An der Burg begannen in dem Umbauarbeiten zu einer wohnlicheren Anlage. Der östliche Zwinger wurde mit einem Wohngebäude überbaut. Der Familie verdankt die bisins 16. Jh. ca. als "Stein" bekannten Burg ihren heutigen Namen.

1528 kaufte die Familie Pflugk die Herrschaft Posterstein. Unter ihrer Herrschaft erfolgte ein umfassender Umbau der mittelalterlichen Burg in ein Wohnschloss der Renaissance. Sichtbares Zeichen dieser Bauphase ist der Wendelstein von 1575. Die Ringmauer wurde dabei bis zur Höhe des heutigen Erdgeschosses abgetragen, die Fläche in der Kernburg verfüllt und die neuen Gebäude auf dieser Ebene errichtet.

Weitere Umbauarbeiten führte man 1684 bis 1701 durch. Das Obergeschoss wurde abgetragen und durch ein Fachwerkgeschoß ersetzt. Der Innenhof wurde überwölbt und das barocke Treppenhaus erbaut. Zusätzlich erneuerte man die Fassade mit neuen Fenstern, die steinerne Brücke und das Portal entstanden, so dass das Schloss dem zeitgenössischen barocken Stil entsprach. Zur gleichen Zeit wurde auch die benachbarte Burgkirche mit einem barocken Schnitzwerk ausgestalten. 1717 bis 1724 erbaute man den Nordflügel.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel - das Schloß gehörte unter anderem den Gebrüdern von Werder und der reichsgräfliche Familie Flemming - erwarb die bürgerliche Familie Herrmann 1833 das Rittergut Posterstein. Unter ihnen wurde die Nutzung des Schlosses zu Wohnzwecken aufgegeben. 1850 wurden nach Verhandlungen zwischen Bauern und Rittergutsbesitzern die Frondienste durch Geldleistungen abgelöst. Ende des 19. Jh. wurde Posterstein zu ein Saatzucht- und Mustergut mit beispielhafter Stellung in dem Thüringer Raum umgewandelt. In diesem Zusammenhang erfolgen um 1880 erneut größere Umbauten. Der unter dem Namen Hans Fallada bekannte Schriftsteller Rudolf Ditzen nahm hier 1913 eine landwirtschaftlichen Lehre auf. 1937 erfolgten erneut Renovierungs- und Sicherungsarbeiten.

Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetische Besatzungszone wurde 1946 auch das 192 Hektar große Rittergut Posterstein enteignet. Die Burg wird seit dieser Zeit öffentlich verwaltet. Gravierende Bauschäden führten 1951 zu dem Abriss des Nordflügels. 1952 wurde ein Museum in der Burg eingerichtet, doch erzwangen weitere Bauschäden 1977 dessen Schliessung. Erst 1984 bis 1991 konnte das Bauwerk umfassend saniert werden.

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Anfahrt

Auf der A 4 bis Abfahrt Ronneburg fahren. Auf der B 7 zirka 500 m in südwestliche Richtung bis zu dem Abzweig nach Stolzenberg/Posterstein weiterfahren. Dort links abbiegen und der Straße bis Posterstein folgen. Nach Durchquerung des Ortes in Richtung Vollmershain am Ortende nach links und gleich wieder nach links abbiegen. Die Straße zirka 300 m bis zu dem Parkplatz vor der Burg weiterfahren.

Buch-Tipp: Discorsi Augenöffnend Ich hatte, ebenson wie die meisten meiner Mitmenschen, keine wirkliche Ahnung von Politik und ihren vielen Derivaten (Management, Familienführung, Gruppendynamik. . . ) bis mir dieses Buch die Augen dafür geöffnet hat. Der Fürst sei ca. als Appetitmachender Einstieg in dieses Buch zu empfehlen - es ist in seinen weitreichenden Konsequenzen...

Besichtigung

Die Burg ist von außen frei zugänglich. Es ist eine sehr malerische Anlage. Unbedingt sollte auch die geschnitzte Ausstattung der Dorfkirche besichtigt werden. Es gibt direkt vor der Burg einen großen Parkplatz. Hotels und Gaststätten befinden sich in den nahe gelegenen Orten Crimmitschau, Schmölln und Ronneburg. Das in den Gebäuden befindliche Museum und der Burghof kann man zu folgenden Zeiten besichtigen (Stand 2004):

März bis Oktober:

Dienstag-Samstag: 10.00-17.00 Uhr
Sonntag, Feiertag: 10.00-18.00 Uhr

November bis Februar:

Dienstag–Freitag: 10.00-16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 10.00-17.00 Uhr
Buch-Tipp: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus. Imperialismus. Totale Herrschaft Die Bedeutung des Terrors in Hannah Arendts Erklärungsmodell Hannah ARENDT liefert in ihrem Erklärungsmodell totalitärer Herrschaft (1951 / New York / The Origins of Totalitarianism) sehr schnell nach Ende des zweiten Weltkrieges ein Konstrukt, mit dessen Hilfe das Verständnis der Zusammenhänge, bei aller Kritik und der Frage nach der Vergleichbarkeit...

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